PRP (Platelet Rich Plasma) ist der Name für eine Methode der plättchenreichen Plasmaanwendung. Die Genitale PRP-Anwendung hingegen ist ein Verfahren, bei dem eine sehr geringe Menge Blut von der Person entnommen, in einem speziellen Röhrchen zentrifugiert, in seine Bestandteile getrennt und das PRP (plättchenreiches Plasma) derselben Person durch Injektion erneut verabreicht wird.
PRP ist grundsätzlich der Teil des Blutes, der durch ein spezielles Verfahren aus dem Eigenblut der Person gewonnen wird und reich an Thrombozyten (Blutplättchen) ist. Dieser wird zur Zellregeneration und Verjüngung genutzt. Dieser aus dem Blut mit speziellen Methoden gewonnene Anteil ist sehr reich an Wachstumsfaktoren und fördert die Geweberegeneration an der Anwendungsstelle.
Thrombozyten sind Zellen, die im Blut in einer Konzentration von 150.000 bis 450.000 pro Kubikmillimeter vorkommen und eine Reparaturfunktion bei Gewebeschäden im Körper übernehmen. Der wichtigste Faktor, der dies ermöglicht, ist die hohe Konzentration von Wachstumsfaktoren in den Thrombozyten. Diese Methode wird in vielen Bereichen der Medizin eingesetzt, einschließlich gynäkologischer ästhetischer Operationen.
Dank moderner Technologien gehört die genitale PRP-Anwendung heute zu den komfortabelsten und effektivsten Behandlungsmethoden im medizinischen Bereich. Ähnlich wie bei der Laseranwendung in der Gynäkologie ermöglicht auch die PRP-Anwendung mühelose und effektive Ergebnisse.
PRP-Anwendungen haben in der Gynäkologie ein breites Einsatzspektrum. Beispielsweise kann sie zur Behandlung der vaginalen Atrophie in den Wechseljahren, zur Stimulation des G-Punkts bei jungen Frauen mit Orgasmusstörungen, zur Verbesserung einer verminderten Eierstockreserve während der IVF-Behandlung oder zur Vorbereitung des Endometriums für den Embryotransfer eingesetzt werden. Ein wesentlicher Vorteil dieser Substanz, die reich an Wachstumsfaktoren ist, besteht darin, dass sie aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnen wird und somit ein minimales Risiko für allergische Reaktionen oder Nebenwirkungen birgt.
Die PRP-Anwendung kann zur Steigerung der sexuellen Lust bei Frauen genutzt werden.
PRP kann sowohl im äußeren Genitalbereich als auch in der Vagina angewendet werden. Insbesondere durch starke Gewichtsschwankungen, Mehrfachgeburten oder schwierige Entbindungen kann es zu einer Erschlaffung und Erweiterung der Muskeln kommen, die die Vaginalstraffheit gewährleisten. Die genitale PRP-Anwendung führt aufgrund ihrer straffenden Wirkung zu einer postoperativen Verengung. Diese Wirkung der PRP-Anwendung entsteht durch die Aktivierung von Wachstumsfaktoren und Stammzellen.
Die Anwendung dauert etwa 5 bis 10 Minuten. Während des Verfahrens ist keine Anästhesie erforderlich. Da es keine Erholungszeit gibt, wird die Methode von vielen Patienten bevorzugt. Die Patientinnen können nach der Anwendung sofort in ihren Alltag zurückkehren.
Zusätzlich zur Blutstillung (Hämostase) spielen Thrombozyten eine Schlüsselrolle bei der Wundheilung und Geweberegeneration im Genitalbereich. Die genitale PRP-Anwendung unterstützt die Wundheilung und Geweberegeneration. Daher sind PRP-Anwendungen für die Verjüngung des Genitalbereichs zunehmend gefragt.
PRP kann sowohl in der Vagina als auch im äußeren Genitalbereich angewendet werden. Das Ziel der genitalen PRP-Anwendung in der Vagina ist die Geweberegeneration und die Verbesserung des sexuellen Vergnügens und des Orgasmus. Bei Frauen in den Wechseljahren wird PRP zur Behandlung der durch vaginale Trockenheit verursachten Beschwerden eingesetzt.
Ein weiteres Einsatzgebiet von PRP ist die kosmetische Reinigung und Verjüngung des äußeren Genitalbereichs.
Die PRP-Anwendung ist nicht schmerzhaft. Der Schmerz während des Eingriffs ist minimal. Die Patientinnen können am selben Tag nach Hause gehen. Nach dem Eingriff sollte eine Woche lang auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.