Die Myomektomie ist ein Eingriff, bei dem in der Gebärmutter befindliche Myome chirurgisch entfernt werden. Myome sind meist gutartige, also nicht krebsartige Tumoren, die sich in der Muskelschicht der Gebärmutter entwickeln. Abhängig von ihrer Größe und Lage können sie verschiedene Symptome verursachen; in manchen Fällen verursachen sie jedoch überhaupt keine Beschwerden. Die Myomektomie ist eine wirksame chirurgische Methode zur Behandlung von Problemen, die durch Myome verursacht werden [1].
ACOG, das American College of Obstetricians and Gynecologists, definiert die Myomektomie als eine empfohlene Methode zur chirurgischen Behandlung symptomatischer Myome bei Patientinnen, die die Gebärmutter erhalten möchten oder in Zukunft eine Schwangerschaft planen [1].
Die Myomektomie unterscheidet sich je nach Art der Durchführung. ACOG empfiehlt, wann immer möglich, einen minimalinvasiven Ansatz zu bevorzugen [1]. Die häufigsten Arten der Myomektomie sind:
Laut ACOG gilt die Myomektomie als vorrangige chirurgische Option bei Patientinnen mit diagnostizierten symptomatischen Myomen, die die Gebärmutter erhalten möchten oder eine zukünftige Schwangerschaft planen [1]. Sie kann eine geeignete Behandlungsoption für Frauen sein, bei denen folgende Beschwerden auftreten:
Myome können bei manchen Frauen keinerlei Beschwerden verursachen und nur bei Routineuntersuchungen festgestellt werden. Bei symptomatischen Myomen können folgende Beschwerden auftreten:
Für die Diagnose von Myomen sollte ein Facharzt für Gynäkologie aufgesucht werden. Der Diagnoseprozess umfasst eine gynäkologische Untersuchung, Ultraschall und bei Bedarf eine Becken-MRT [2].
Die Myomektomie wird je nach Größe, Anzahl und Lage der Myome laparoskopisch, also geschlossen, oder offen durchgeführt [1].
Die laparoskopische Myomektomie wird mithilfe einer Kamera und chirurgischer Instrumente durch kleine Schnitte im Bauchbereich durchgeführt. Nach dem Eingriff bleibt die Patientin in der Regel eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus; die durchschnittliche Erholungszeit beträgt 3-4 Wochen.
Die offene Myomektomie, oder Laparotomie, wird über einen vollständigen Schnitt im Bauchbereich durchgeführt. Sie wird bei großen und ausgedehnten Myomen bevorzugt. Nach der Operation kann ein Krankenhausaufenthalt von durchschnittlich 2-3 Tagen erforderlich sein; die Erholungszeit beträgt 4-6 Wochen.
Bei beiden Methoden kann die Operationsdauer im Durchschnitt zwischen 1 und 2 Stunden liegen. ACOG weist darauf hin, dass nach einer Myomektomie das Risiko der Entwicklung neuer Myome besteht und dass Patientinnen darüber informiert werden sollten [1].
Der Erholungsprozess nach einer Myomektomie variiert je nach angewandter chirurgischer Methode [1][2]:
Während der Erholungsphase können leichte Schmerzen, Blutungen oder Ausfluss auftreten; diese Befunde sind normal und nehmen mit der Zeit ab. Für Geschlechtsverkehr sollte die Zustimmung des Arztes eingeholt werden.
Bei unverheirateten Patientinnen wird bei einer Myomoperation die laparoskopische Methode bevorzugt. Dank dieses Ansatzes werden äußere Schnitte auf ein Minimum reduziert, der Heilungsprozess beschleunigt und die Gebärmutterintegrität bei Patientinnen, die in Zukunft Kinder bekommen möchten, erhalten [1]. Vor der Operation werden Größe, Ausbreitung und Anzahl der Myome bewertet und ein chirurgischer Plan erstellt.
Die entfernten Myome kommen nicht zurück; es können jedoch neue Myome entstehen. ACOG weist darauf hin, dass Patientinnen im Voraus über dieses Risiko informiert werden sollten [1].
Ja. Die Myomektomie ist eine gebärmuttererhaltende Methode; daher wird sie bei Patientinnen bevorzugt, die schwanger werden möchten. In manchen Fällen können jedoch innere Verwachsungen entstehen, und die Geburt kann per Kaiserschnitt erfolgen [1].
Die laparoskopische Methode dauert durchschnittlich 1-2 Stunden, und auch die offene Operation dauert durchschnittlich 1-2 Stunden. Die Dauer kann je nach Größe, Anzahl und Lage der Myome variieren.
Nein. Bei Myomen, die keine Beschwerden verursachen, kann auch ein abwartendes Vorgehen mit Beobachtung in Betracht gezogen werden. Die Behandlungsentscheidung sollte unter Berücksichtigung der Schwere der Symptome, der Größe des Myoms und der zukünftigen Schwangerschaftspläne der Patientin getroffen werden [1].
Die Diagnose erfolgt durch eine gynäkologische Untersuchung, Ultraschall und bei Bedarf eine Becken-MRT. Für eine endgültige Diagnose und einen Behandlungsplan wird empfohlen, einen Facharzt für Gynäkologie aufzusuchen [2].